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Bach & Chopin
Johann Sebastian Bach - Frédéric Chopin

Bach & Chopin

Dina Ugorskaja

Label: CAvi
Format: CD
Barcode: 4260085530243
barcode
Catalog number: AVI 8553024
Releasedate: 06-11-20

- The very last release with Dina Ugorskaja, passed away in September 2019 in the age of 46.
- The recording has been done 2004 in Detmold for Venus Records, acquired by CAvi-music
- Next to Bach, who Dina Ugorskaja proofed with the Well-tempered Clavier recordings of 2015 she did know that composer. With the Chopin Préludes she proofs as well to have been a virtuoso of the finest profession.

„J. S. Bach’s Inventions – unfortunately still regarded as mere exercises – have fascinated me since my childhood thanks to their incredibly refined wealth of ideas, particularly when it comes to just two voices, where it is up to the player to discover how able you really have to be in order to master the task.

And standing in contrast to this is one of the most challenging cycles in piano music, in both a musical and a technical sense – Chopin’s Préludes, with their rapid changes between different, and at times highly polarised, feelings and sentiments; a synthesis imbibed with disarming naturalness that makes it almost impossible for a performance to bring out the music itself and not the interpreter.

The tension between the deceptive straightforwardness of Bach and the simplicity required by the complexity of Chopin, for me, makes this an exciting combination.” (DINA UGORSKAJA)


DINA UGORSKAJA piano
Die im damaligen Leningrad (St. Petersburg) in einer jüdischen Künstlerfamilie geborene Dina Ugorskaja
beschäftigte sich schon in jungen Jahren neben dem Klavier auch mit Gesang und Komposition.
1990 musste die Familie aufgrund antisemitischer Drohungen gegen die damals 16jährige die
Sowjetunion abrupt verlassen und floh nach Deutschland.
„Philosophin am Klavier“ wurde Dina Ugorskaja einmal genannt, und tatsächlich machte sich
die Pianistin besonders durch ihr von tiefer Ernsthaftigkeit und Sensibilität geprägtes Spiel einen
Namen.
Engagements führten sie u.a. ans Gewandhaus Leipzig, in die Liederhalle Stuttgart, die Kölner Philharmonie,
den Herkulessaal München, die Sala Verdi in Mailand sowie zu Radio France. Des Weiteren gastierte
die Künstlerin bei Festivals wie der Schubertiade Feldkirch und den Kasseler Musiktagen. Neben
Auftritten als Solistin spielte für Dina Ugorskaja die Kammermusik eine überaus wichtige Rolle. So
entstand durch die Teilnahme bei dem Kammermusikfestival Spannungen von Lars Vogt in Heimbach ein
Duo mit der Cellistin Tanja Tetzlaff.
Von 2009 bis 2019 währte die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der Pianistin und dem CD-Label
CAvi-Music. Die Einspielungen dieser Jahre – in Coproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk –
beinhalten u.a. die Suiten von Händel, späte Klavierwerke Schumanns, sechs letzte Klaviersonaten
von Beethoven sowie beide Bände des Wohltemperierten Klaviers von Bach und wurden von der
Kritik in den höchsten Tönen gelobt. So schrieb Eleonore Büning über die Hammerklaviersonate in
der FAZ: Das enorme Adagio sostenuto, nach der Vorschrift „leidenschaftlich und mit viel Gefühl“ zu
spielen, möchte man fortan nicht mehr anders hören als so: als einen leuchtenden, heiligen Gesang!
Crescendo 10/2016 über die Einspielung des Wohltemperierten Klaviers: Dabei fühlt man sich nicht
unbedingt als Adressat, sondern als stiller Zuhörer dieser intimen Dialoge zwischen Bach, Gott und
dem Universum, denn Dina Ugorskaja
bleibt in einer noblen Distanz, die die
innere Fragilität ihres Diskurses schützt.

(...) Ein beeindruckender Appell an die Freiheit des Geistes. Ihr Schubert-Album wurde durch die ICMA Preis-gekrönt.

Seit 2016 bekleidete die Künstlerineine Professur in Wien.  Ihre Aufnahmen für das Schubert-Album sollten ihr
„Vermächtnis“ werden

  Dina Ugorskaj verstarb im September 2019.
www.dina-ugorskaja.de